The Walkabouts

The Walkabouts

The Walkabouts wurden 1983 in einer Fischfabrik in Seattle, Washington, gegründet. Canada Goose Womens Die Urbesetzung dieser amerikanischen Indie Rock Band bestand aus Chris Eckman (Sänger, Gitarrist, Pianist), Carla Torgerson (Sängerin, Gitarristin) und Grant Eckman (Drummer). 1985 stiess Michael Wells (Bassist) zu The Walkabouts. „Weights And Rivers“, ein erstes unveröffentlichtes Album, wurde ein Jahr später fertiggestellt.

„See Beautiful Rattlesnake Gardens“, das erste offizielle Album der Band, kam 1988 auf den Markt. Es liegt mir allerdings nicht vor. Genauso verhält sich das mit dem Album „Cataract“ (1989), der EP „Rag And Bone“ (1990) und dem Album „Scavenger“ (1991). Die Band hatte dabei erste Umbesetzungen vorgenommen. Grant Eckman verliess The Walkabouts und wurde durch Terri Moeller (Drummerin, Percussion) ersetzt. Desweiteren stiess Glenn Slater (Organist) hinzu. In dieser Neubesetzung entstand das Album „New West Motel“, das 1993 veröffentlicht wurde.

Es war das Album, mit dem ich gelernt hatte, mich mit dem Sound dieser bezaubernden Band anzufreunden. Ein Sound, der zwar immer von klassischen Rock Instrumenten geprägt ist, sich dabei allerdings immer offen zeigt. Parajumpers Long Bear Ein Sound, der wie eine Mischung aus Love, Joy Division, Giant Sand, Neil Young, Townes Van Zandt, Hank Williams, Wire und The Velvet Underground dargeboten wird, dabei aber viel zu eigenständig klingt, als das man The Walkabouts nur alleine damit abstempeln könnte. The Walkabouts spielten schon auf dem „New West Motel“ Album keine grandiose Soli, sondern sie ordneten alles ihren Songs unter. Der nagend erzählende Gesang von Chris Eckman bildete stets einen Kontrast zu dem sanften, tröstend wirkenden Gesang von Carla Torgerson, eine der besten Sängerinnen, die ich kenne. Die Gesangskunst der beiden wird auf dieser Scheibe von einem Drumming, das so trocken wie ein heisser Wüstenstaub wirkt, einer einschmeichelnden Violine und Steel Gitarre, die beide von Bruce Wirth bedient wurden, und einem Riffing an den Saiten, das sich desöfteren zu kleinen Walls Of Sound aufbaut, begleitet. Beginnend mit „Jack Candy“, einem der besten Rock Songs der frühen 90er Jahre, beinhaltet dieses Album eine Vielzahl von Höhepunkten. Etwa „Grand Theft Auto“; eine messerscharfe Hymne, auf welcher eine Gitarrenarbeit zu bewundern ist, die Neil Young nicht besser hinbekommen hätte; „Murdering Stone“, eine unglaublich intensive Ballade, die tief unter die Haut geht; „Long Time Here“, ein Stück, in dem mich der Gesang von Carla Torgerson dahinschmelzen lässt; „Wondertown“, ein ruhiges und surreal anmutendes Moncler Jacke Verkauf Stück; „Snake Mountain Blues“, eine glänzende, treibende Cover Version (im Original stammt der Song von Townes Van Zandt); „Findlay’s Motel“, ein leises und akustisch gehaltenes Stück, Canada Goose Herren das aber gleichsam sehr verstörend wirkt; oder das schleppende und abschliessende Stück „Unholy Dreams“, das einen bezaubernden Country Flair verbreitet. Für mich ist die „New West Motel“ Platte nicht das beste Album von The Walkabouts, dennoch empfinde ich es als sehr gut.

1993 wurde „Satisfied Mind“ veröffentlicht.

Satisfied Mind The Walkabouts

Das Album beinhaltet dreizehn Cover Versionen. Dabei handelt es sich um relativ unbekannte Titel, die im Original von Nick Cave, John Cale, Gene Clark, Mary Margaret O’Hara, The Carter Family, Patti Smith und Charlie Rich stammen, und welche The Walkabouts mit ihrer eigenen Intensität umsetzten. Ich war und bin kein grosser Freund von Alben, die nur aus Cover Versionen bestehen. Ausnahmen gibt es allerdings auch hier und die „Satisfied Mind“ Platte gehört definitiv dazu.

Ein Jahr später wurde das Album „Setting The Woods On Fire“ auf den Markt gebracht.

Setting The Woods On Fire The Walkabouts

Betitelt wurde das Album nach einem Song von Hank Williams, einem der ganz grossen Country Künstler in der amerikanischen Musik Geschichte. Die Country Elemente, die man dadurch vermuten könnte, ziehen sich durch die komplette Platte. Allgemein kann man sagen, dass The Walkabouts gegenüber dem „New West Motel“ Album gitarrenlastiger zu Werke gehen. Dies sorgt aber in Verbindung mit den schon angesprochenen Country Elementen und einem sehr düster wirkenden Szenario, das dieses Album ausstrahlt, für eine ganz besondere und eigenartige Atmosphäre. Dies wird schon in „Good Luck Morning“, dem Opener der Platte deutlich. Dieses Riffing ist einfach traumhaft. Genauso traumhaft ist der Gesang von Carla Torgerson. Besonders in den beiden Stücken „Sand And Gravel“ und „Promised“. In „Old Crow“, einem, wie ich finde, weiteren Highlight dieser Platte, klingt das Spiel auf der Slide Gitarre geradezu bestechend gut. Sehr schön finde ich auch „Hole In The Mountain“, ein Stück, in welchem die Bläser Sektion des Tiny Hat Orchestra mitwirken durfte. Letzten Endes ist „Setting The Woods On Fire“ ein wiederum tolles Album. The Walkabouts machen es Canada Goose Womens einem nicht gerade leicht, aufgrund ihres grandiosen Gesamtwerks.

Mit dem 1996 erschienenem Album „Devil’s Road“ beschritten The Parajumpers Outlet Walkabouts völlig neue Wege.

Sie integrierten in ihren Sound melancholisch ertönende Streicher Klänge, die vom Warsaw Philharmonic Orchestra eingespielt wurden. „Devil’s Road“ ist meine Lieblingsplatte von The Walkabouts, gehört wahrscheinlich mit zu meinen meistgehörten Alben überhaupt und enthält eine Reihe von außergewöhnlichen Songs. „The Light Will Stay On“, der Opener der Platte, ist ein sehr intensiver und trostspendender Musik Moment. Den Gesang von Carla Torgerson finde ich dabei derart beeindruckend, dass ich das Gefühl habe, sie würde Parajumpers Herren direkt neben mir stehen und mir dieses Lied vorsingen. Ein weiteres Highlight dieser wunderbaren Platte ist „The Stopping Off Place“. Es wirkt dank fulminanter Beats und der im Hintergrund ertönenenden Orgel geradezu bedrohlich schön. Sehr eindrucksvoll finde ich auch die beiden abschliessenden Balladen „The Leaving Kind“ und „Forgiveness Song“. Ich weiss selbst, dass man mit derartigen ußerungen vorsichtig sein soll und sie auch sparsam einsetzen soll, aber ich wage zu behaupten, dass wer beim Anhören dieser beiden abschliessenden Songs keine Gänsehaut bekommt, ein lebender Kühlschrank ist, den alles kalt lässt. „Devil’s Road“ ist eines meiner liebsten Alben, das die 90er Jahre hervorgebracht hatte.

Auch auf dem 1997 veröffentlichtem Album „Nighttown“ wurden The Walkabouts vom Warsaw Philharmonic Orchestra unterstützt.

Dabei sprang eine fast genauso überragende Platte wie das Vorgänger Album heraus. Im Gegensatz zu den Texten ihrer früheren Alben befassten sich die von Chris Eckman verfassten Texte darauf nicht mehr mit den Sehnsüchten, mit den Problemen des Alltags, mit den Sorgen und mit den Wünschen der auf dem Land lebenden Menschen, sondern sie reflektierten dieses Mal die Schattenseiten des Lebens in einer Grossstadt. Das ganze Album wirkt dabei wie ein Soundtrack einer schlaflosen Nacht, in der man einige funkelnde Sterne betrachten kann, deren Namen „These Proud Streets“, „Tremble (Goes The Night)“ oder „Heartless“ lauten. Das letztgenannte Stück klingt dabei wie ein Trip Hop Song. Das liegt daran, dass The Walkabouts erstmals einige Drum Loops in ihr Sound Gebilde einbauten, um damit das Grossstadt Konzept des Albums auszugestalten und zu verstärken. Am hellsten und wärmsten von diesen insgesamt dreizehn Sternen erstrahlen meines Erachtens dabei „Follow Me An Angel“, der Opener der Platte, und „Forever Gone“, eines der Stücke, bei dem ich mir beim Anhören immer wünsche, dass das Lied niemals vorbeigehen soll. Nach dem wunderschönen „Devil’s Road“ ist „Nighttown“ mein liebstes The Walkabouts Album. Im übrigen war mit John „Baker“ Saunders ein neuer Bassist involviert, der von Mad Seasons kam und Michael Wells ersetzte, welcher die Band vorübergehend verliess.

„Trail Of Stars“ ist der Titel des 2000 erschienenen Albums, das mir nicht vorliegt.

Trail Of Stars The Walkabouts

Nach dem „Satisfied Mind“ Album ist dies die zweite Scheibe, die ausnahmslos aus Cover Versionen besteht. Im Original stammen die vierzehn Stücke, die man darauf zu hören bekommt, von vierzehn europäischen Interpreten, die unterschiedlicher nicht sein können: Mikis Theodorakis, Jacques Brel, Scott Walker, Solex, Stina Nordenstam, dEUS, Neu! oder Blumfeld (nur um einige bekannte Original Interpreten aufzuführen). Die Interpretationen von The Walkabouts fielen wie auch schon auf dem „Satisfied Mind“ Album höchst geschmackvoll, sehr interessant und im unverkennbaren Stil der Band aus. Nicht mehr dabei waren John „Baker“ Saunders und Terri Moeller. Sie wurden durch Joe Skyward (Bassist) und Brian Young (Drummer) ersetzt.

2002 wurde das Album „Ended Up A Stranger“ veröffentlicht.

Ended Up A Stranger The Walkabouts

The Walkabouts bereicherten darin ihren Sound mit einigen Neuerungen, die sie schon im „Nighttown“ Album dezent angedeutet hatten. So wurde phasenweise ein Drum Computer verwendet und vereinzelte elektronische Effekte in ihre Vertonungen integriert. Das Album, auf dem im übrigen Terri Moeller wieder ihren ursprünglichen Platz hinter dem Schlagzeug einnahm, ist meines Erachtens zwar kein Meisterwerk wie es „Devil’s Road“ oder „Nighttown“ meiner Meinung nach sind, aber sehr gut ist es dennoch ausgefallen. Es beinhaltet einige Highlights, die das Parajumpers Sale rechtfertigen. Etwa „Lazarus Heart“, der Opener der Platte, der von der schönen Begleitung des Streicher Ensembles lebt; das sehr epische Stück „Life: The Movie“; die beiden sehr gitarrenlastigen Songs „Winslow Place“ und „Cul De Sac“; oder das abschliessende Titel Stück, in welchem Chris Eckman einer seiner besten Gesangsleistungen in der langen The Walkabouts Geschichte abliefert. Letzten Endes würde ich die „Ended Up A Stranger“ Platte als mein drittliebstes The Walkabouts Album bezeichnen.

„Slow Days With Nina“, eine EP, die 2005 auf den Markt kam, befindet sich nicht in meinem Besitz.

Slow Days With Nina The Walkabouts

Darauf wirkte erstmals seit 1996 wieder Michael Wells mit. Er schnallte sich den Bass um und ersetzte Joe Skyward. Allgemein kann man sagen, dass sich The Walkabouts darauf von ihrer Eleganz entfernten und sich dafür einem Gitarren Sound widmeten, wie es in dieser Art und Weise seit der „New West Motel“ Platte nicht mehr von ihnen zu hören war. In diesem Album und speziell in den übersteuerten Gitarren packte die Band die ganze Wut, die sie nach der Wiederwahl von George W. Bush empfand. Dieser energetische Klang wurde mit wie immer sehr ansprechenden Texten gefüllt. Plakativität ist im Universum von The Walkabouts erfreulicherweise ein Fremdwort. „Fck Your Fear“, der Opener des Albums, sagt schon einiges aus. Von schwerem Rhythmus und dröhnender Gitarre begleitet, hat Chris Eckman leichtes Spiel, um mit dieser Vorlage und seinem beschwörenden Organ zu punkten. „Coming Up For Air“, das zweite Lied des Albums, besitzt durchaus Hit Potenzial, und zwar ohne dabei nur im Ansatz eine Pop Penetranz zu verbreiten. Der nachfolgende Song „Devil In The Details“ erlangte aufgrund der Verwendung als Hintergrundlied in einem TV Werbespot einen gewissen Bekanntheitsgrad. Trotz aller Kanten, die in dem Song stecken, wirkt er sehr eingängig. Danach ertönt mit „Whisper“ ein Stück, das eher zu den ruhigeren Songs dieser Scheibe zählt. „Kalashnikov“ klingt dagegen wieder sehr druckvoll und ist letzten Endes der politischste Song, den die Band jemals eingespielt hat. „Northsea Train“ und „The Last Ones“ sind zwei Songs, die in eine ähnliche Kerbe schlagen wie das „Whisper“ Stück und für mich ebenfalls zu den Highlights dieses Albums gehören. Letzten Endes gehört das „Acetylene“ Album vieleicht nicht unbedingt zu den ganz grossartigen Platten der Band, aber selten klangen The Walkabouts so frisch und belebend wie man es darauf hören kann.

Hier noch der Link zur inoffiziellen The Walkabouts Homepage. Eine offizielle Band Homepage existiert leider nicht. Ebenso gibt es bedauerlicherweise keine MySpace Seite.

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