Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck

Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck

Geschichtliches und Technisches die Entstehung des Denkmals aus G Am 21. Februar 1823, nahezu auf den Tag genau 13 Jahre nach Andr Hofers Tod in Mantua, waren seine Gebeine in der Hofkirche in Innsbruck beerdigt worden. Und am 16. Juli erging ein kaiserlicher Kabinettsbefehl auf Erstellung von Entw f ein Denkmal in dieser Kirche. (Schon Monate vorher hatte Kaiser Franz den Wunsch hierzu m ge mit dem Zusatz, das Grabmal solle von einem Tiroler K geschaffen werden.) Obwohl die Ausschreibung in allen Kreis (Bezirkshauptmannschaften) kundgemacht worden war, meldete sich kein bedeutender Tiroler Berufs Bildhauer zum Wettbewerb. Diese beteiligten sich angeblich nicht daran, weil sie eine gro Konkurrenz aus dem Auslande, besonders aus Deutschland, bef hatten, z. B. vom damals ber bayrischen Hofbildhauer Schwanthaler und anderen. Dennoch liefen insgesamt 56 Entw ein, von denen aber der Jury, deren Hauptpersonen der Kaiser und F Metternich waren, keiner gefiel.

Nur der des Malers Johann Martin Sch (aus Nassereith am Fernpa 1772 1855, der in Wien lebte) gefiel sowohl der Jury im allgemeinen und dem Kaiser im besonderen. Denn er sei beste an sich und auch zur plastischen Ausf ganz vorz geeignet“. Dieser Entwurf (im Museum Ferdinandeum in Innsbruck aufbewahrt) sah im allgemeinen dieselbe Form vor, wie sie sodann auch ausgef wurde: Auf einem Postament die stehende Figur Andr Hofers mit einer Fahne, dem ein Engel den Siegeskranz aufs Haupt legen soll, und an der Vorderseite des Postamentes ein Relief, in dem der vielfigurigen Gruppe der Treueschwur zur Fahne Tirols zugedacht war. Zuerst wurde, u. zw. vom F Metternich (zur Zeit Staatskanzler), empfohlen, dass der (viel zu gro Engel mit dem Siegeskranz entfernt werde, denn er vermindere zu stark die k Wirkung der Figur Hofers, und dass sp das Relief dem einfigurigen Standbild anzupassen sei.

Der Wettbewerb Sieger Sch durfte den Bildhauer w d. h. dem Kaiser vorschlagen. Also beauftragte dieser 1827 die zwei seinerzeit t Bildhauer der Wiener Kunstakademie, die Professoren Josef K1ieber (1773 1850) und Johann Schaller (1777 1847), beide Tiroler, das Andr plastisch zu schaffen, Schaller die Kolossalstatue Hofers, Klieber das Relief im Sockel, beides in wei Marmor. Der Kaiser forderte von Schaller: Sie Hofer so dar, wie Ritter so h in Kirchen stehen, jedoch in der Kleidung eines Bauern, der er gewesen.“ Zwischen dem Aufruf zum Wettbewerb und dem Erteilen der Ausf durch die beiden genannten Bildhauer waren bereits vier Jahre vergangen.

Schaller (der gerne einen Carrara Marmor verarbeitet h berechnete seine Arbeitszeit an der Hofer Figur auf zweieinhalb Jahre. Es dauerte jedoch weitere vier Jahre, bis ein geeigneter Block in Tirol gefunden werden konnte. F das Postament fand man einen dunkelgrauen, leicht r Stein. Den etwas lichtgrauen Sockel hatte (nach vielem vergeblichem Suchen in Nordtirol) der F Steinmetz Ott aus dem Allg zu liefern. (Zumindest heute ist es unverst warum man seinerzeit so umst einen schlie so geringen Unterschied im Stein, d. h. dessen Farbe, zwischen Postament und Sockel machte.) F das Relief (mit seinen vielen Kleinfiguren) am Postament wurde der angeblich leichter zu bearbeitende Carrara Marmor bewilligt.

Auf der Block Suche f die Hofer Figur

Den Block f die Hofer Figur suchte man jahrelang weiter. Zuerst in Predazzo im Fleimstal bei Trient. Dort war gerade (1827) ein sch Wei entdeckt worden, angeblich sch als der von Carrara (am Ligurischen Meer) und der aus Griechenland (bei Athen und auf den Inseln Naxos und Paros), und zwar in einem so m Vorkommen, dass dessen Ausbeute vielleicht f Jahrhunderte reichen werde. Schaller fuhr noch im selben Jahr selbst nach Predazzo. Er fand dort einen gro Block am Berg, sehr sch Jedoch nach dem Losl des Blockes erwies sich dieser als fehlervoll, vor allem rissig. Vermutlich hatte man am Vorkommen gesprengt anstatt gebrochen. (Das Sprengen zerst das Gef des Steines auch in einem Umkreis, w ihm das Brechen mit Bohrer, Loch an Loch, und F schont.) Auch weiteres emsiges Suchen am Ort misslang, umso mehr, als es in Predazzo an geschulten Arbeitskr und an geeigneten Brechwerkzeugen fehlte. (Der Predazzo Marmor hatte auch weiterhin keinen nennenswerten Absatz, vor allem nicht zu k Zwecken.)

1828 wandte sich Schaller zum Vinschgau, nach Schlanders, am Nordfu der Ortlerberge. Dort besa ein Gastwirt namens Blaas einen f das Hofer Grabmal an Inhalt weit mehr als entsprechenden Block, n einen riesigen Findling von angeblich 25 Kubikmeter, und zwar noch auf dem Fundort lagernd. Dies war in der Mitterwaldgrube oberhalb des Tafratzgrabens, am N ober G s gegen Schlanders. Aber Blaas stellte unerh Forderungen. (Wie der Gastwirt Blaas zu diesem Block gekommen war, bleibt uns unklar, weil doch schon seit 1787 ein bayrischer Steinmetz namens Schmidinger in G die alleinigen Ausbeutungsrechte im G Gemeindegebiet besa welche Rechte 1827 an dessen leibliche Nachkommen waren. Vermutlich hatte Blaas den Block als Unterh d. h. zur Spekulation, erworben.)

Also ging Schaller nach dem nahen Laas weiter, ins Obervinschgau. Und verhandelte dort mit dem Marmorspekulanten Veith (auch ein Gastwirt). Nach vielen, gro Kosten verursachenden Proben an den vielen Absturz Findlingen aus der Jennwand im Jenngraben, einem Seitengraben des Laasertales, zeigten sich auch diese Bl als unverwendbar, weil als zu klein. Denn die von Schaller gedachte Hofer Figur erforderte einen Block von mindestens sechs bis acht Kubikmeter. Daher wandte man sich 1830 abermals an den Blaas in Schlanders. Dieser war preislich noch immer unnachgiebig. Anfangs Oktober desselben Jahres wollte Schaller, der vom Kaiser unaufh gedr wurde, die Statue aus zwei oder drei von der Jennwand (in etwa 2300 m H in den Jenngraben abgest Steinbl hauen. Bis es endlich, Ende 1830, den pers Bem des seinerzeitigen Gouverneurs von Tirol, Graf Wilczek, gelang, mit Blaas ein preisw Abkommen zu treffen.

Die Fahrt des Blockes nach Wien

Dem Abkommen zufolge verpflichtete sich Blaas auch, den Marmorblock nach Wien zu Canada Goose Sale liefern. Der Bildhauer Rainalter in Bozen bearbeitete den Block am Fundort im groben, wobei sich der Stein als prachtvoll herausstellte. BilligMoncler Sale Endlich konnte der Weitertransport geschehen. Weil aber das Unget obwohl bereits roh Moncler Sale zubereitet, nach der noch immer mehr als 150 Pfundzentner gewogen haben soll, mussten vorher, auch nach der so wie schon vom Vinschgau Meran und durch das Burggrafenamt herunter, alle Stra im Eisack und im Wipptal, d. h. den Brenner nach Innsbruck und bis Hall, gest werden, was nat zus sehr viel kostete.

Am 5. Juni 1831 langte der Block auf einem von 15 Pferden gezogenen und h massiven, f dieses Gewicht eigens gebauten L in Innsbruck ein, von wo er, unter regster Anteilnahme der Bev nach Hall zum Schiff Landeplatz auf der Unteren Lend weiterbef wurde. Dort traf er am 6. Juni ein, worauf man ihn ab 9. Juni per Schiff, das man sehr hoch versichert hatte, auf dem Inn und (ab Passau) auf der Donau nach Wien verfrachtete. Dort Schaller am 21. Juni, also nach zw Fahrt Hall Wien, am heutigen Franz Josef Kai den Marmorblock und lie ihn in seinem Atelier in Wien IV, Technikerstra 9 (neben der Karlskirche), aufstellen, voll des Lobes den Stein.

Arbeitsbeginn neun Jahre nach dem kaiserlichen Auftrag

Schaller arbeitete mehr als zwei Jahre lang an der Figur Hofers (und dessen Fahne). Am 26. September 1833 konnte er dem Kaiser die Vollendung der Arbeit anzeigen. Schaller hatte seine Aufgabe, alles in allem, gl gel in der k und in der steintechnischen Leistung. So war Hofers Grabmal, zumindest in seinem Hauptteil, der Hofer Statue, also doch aus dem Marmor seiner Heimat gemei worden.

Der unmittelbare Sockel der Figur (also nicht das Grabmal im ganzen) hat eine Grundfl von 200 mal 90 Zentimeter, die Figur samt Sockel und Fahne ist 2 m 95 cm hoch. Das ergibt einen Rauminhalt des f die Hofer Figur verwendeten Blockes von rund sechs Geviertmeter. (Was mit den weiteren 19 geschah, blieb unbekannt.)

Am 28. April 1834 traf die fertige Statue aus Wien (bis Hall ebenfalls auf dem Wasserweg) in Innsbruck ein, wurde unter Schallers pers Leitung aufgestellt und am 5. Mai 1834 feierlich enth 3 Jahre nach dem Blockkauf, 11 Jahre nach dem Aufruf zum Wettbewerb. Doch damit war das Andr nur in der Arbeit Schallers fertig. (Welches Honorar er vom Kaiser Franz bekam, konnten wir nicht erfahren.)

Das Relief am Postament

Nun fehlte noch das von Klieber auszuf kleinfigurenreiche Basrelief Treueschwur“. Obwohl sich Klieber Billig Parajumpers Giuly am 3. Februar 1830 verpflichtet gehabt hatte, das Relief in 14 Monaten zu vollenden, verlangte er im Jahre 1831 vier Jahre Zeit. Als der Kaiser dieses Begehren abschlug und nur das urspr vereinbarte Honorar entsprechend erh andernfalls aber die Aufl des Vertrages befahl, versprach Klieber, seine Pflicht zu erf (Schlie bekam er ein Honorar von insgesamt 6000 Gulden in Raten.) Aber es wurde Ende August Parajumpers Giuly Billig 1833 und Klieber hatte seine Arbeit am Relief noch nicht einmal begonnen. Nun wurde man von oben aus energischer. Klieber musste Monatsberichte den Fortgang seiner Arbeit einsenden. Billig Parajumpers Sale Zudem fand sich von Zeit zu Zeit eine Kunstkommission in seinem Atelier, Wien IV, Karlgasse 110, ein. Anfangs Juli 1837 war das Relief (im Wesen nach dem Entwurf Sch endlich Moncler Jacke Verkauf fertig. Es wurde sehr gut beurteilt. (In der rechts vom Beschauer stehenden Bauernfamilie hat Klieber sich und seine Frau selbst abgebildet.) Am 14. September 1837 erschien Klieber pers in Innsbruck und leitete die Einsetzarbeit zum Relief in das Postament, die am 30. September 1837 beendet wurde. Also mehr als sieben Jahre hatte Klieber f das Relief ben gehabt, vier Jahre mehr als Schaller f die Figur Hofers samt Fahne. Und 14 Jahre waren seit dem Beisetzen der Hoferschen Gebeine in der Hofkirche vergangen.

Das Relief bekam eine kleine Nachgeschichte. Es hatte n zuerst die Inschrift getragen: zu Wien 1837 von Jos. Klieber.“ Der Maler Sch der (wie wir bereits wissen) auch den urspr Reliefentwurf geliefert, in der Inschrift aber nicht genannt war, protestierte heftig, denn er hatte dem Kaiser seinen Landsmann Klieber nur zur Ausf seines Reliefentwurfes vorgeschlagen gehabt. Sch verursachte pers einen kleinen Sturm in der Kunstakademie in Wien unter dem Stichwort Daraufhin wurde die noch gegenw Inschrift eingemei dem Entwurf J. M. Sch aus Nassereith . . . von J. Klieber aus Innsbruck . . .“

Gedanken von heute

So wie sich das Grabmal Andr Hofers in seinen beiden bildhauerischen Teilen dem Beschauerauge heute (und schon seit Menschengedenken) mit seiner Oberfl zeigt, vermutet der Laie, es sei etwa aus grauem Kunst oder Sandstein. Und wer die Herkunft der gegenst Steine nicht kennt, ahnt nicht, dass sie aus Wei sind, die Figur aus dem Vinschgauer, das Relief aus dem von Carrara. Jedoch Schabungen an der Hinterseite der Hofer Figur (vom Schreiber gemacht) zeigten unter einer millimeterdicken Grauschicht das reine Wei (Diese Tatsache l fragen, ob das Grabmal nicht auf die urspr Farbe erneuert werden sollte. Nat w das eine reine Geschmacksache.)

Nun ergaben sich auf die Frage, wodurch der urspr rein wei Stein der beiden figuralen Teile grau geworden, mehrere Vermutungen. Die erste Vermutung zielte auf den Staub der 125 Jahre, wogegen aber das durch eine Glasscheibe gesch Relief im Postament spricht. Und die 24 nahezu 400 Jahre alten Reliefs im Kaiser Maximilian Denkmal der Gebr Abel (drei St und des Alexander Colin (21 St allerdings aus dem lichtgrauen bis wei Obernberger Marmor (aus dem Obernbergtal n des Brenners), von denen noch heute die meisten lichtgrau, die restlichen jedoch gelblich patiniert sind, sprechen auf unsere Frage eine abweichende, grunds aber verneinende Sprache. Die zweite Vermutung zielte auf den Kerzen und Weihrauch mit seinen chemischen Ablagerungen, die bei vielen Anl und Gelegenheiten vor dem Grabmal Hofers aufsteigen. Auch dagegen spricht das Relief hinter dem Glas am Denkmal selbst. Drittens dachte man an einen Grauanstrich der bildhauerischen Teile. Dieser Gedanke ist nicht so abwegig, wie er empfunden wurde. Und zwar angesichts der Tatsache, BilligMoncler Outlet dass im vorigen Jahrhundert die weltber Bronzefiguren des Maximilian Denkmals (wer kennt sie noch nicht?) offenbar in einer romantischen Anwandlung gr wurden, um auf diese Weise eine Gr (wider die Natur der Bronze im wettergesch trockenen Innenraum) k zu erzeugen. Manche tiefer liegende Stelle zeigt sie heute noch.

Also wandte sich der Schreiber an einen befreundeten alten Praktiker mit geschichtlichem Wissen in Laas. Und dieser d die Frage mit seiner Antwort eindeutig gel haben, als er sagte: Wei im allgemeinen und der sogenannte ,Laaser‘ oder ,Vinschgauer‘ im besonderen wird im Freien nach Jahrzehnten bis Jahrhunderten cremegelb oder doch gelblich, jedoch im Innenraum grau oder gelb, je nach dem Licht, das er genie Im hellen Licht patiniert er also cremegelb, im mangelhaften Licht grau bis schwarz. Und zwar einerlei, ob im luftigen oder luftarmen Raum.“ Und der Lichtmangel in der Hofkirche beweist dies auch am Hofer Grabmal, denn es hat nie ein direktes Licht. Schlie ist es praktisch in der Farbe gleichg ob der Stein im Freien verwittert oder im Innenraum erstickt. In beiden F verliert er das Wei des Kalzium Karbonats an seiner Oberfl bis auf eine Tiefe von maximal einigen Millimeter.

Zuallerletzt m vermerkt werden, dass der Marmorblock zur Standfigur Hofers mit seinen angeblichen 25 Kubikmeter einer der gr war, der je aus dem Vinschgau geliefert wurde und ein Gewicht von nahezu 75 Tonnen gehabt haben soll. Der Block von 1903 aus dem Mitterwandlbruch am G Berg f das Moltke Denkmal in der Sieges Allee in Berlin hatte nach der 73 Tonnen. Der Block f das Hofer Grabmal wird nur von dem f das Denkmal f Eberhard im Bart“ im Schlosspark in Stuttgart der allerdings das Doppelte an Gewicht und Umfang gehabt haben soll. Er wurde 1878 aus dem Zelimbruch im Martell gewonnen.

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