Das Hammerwerk in Kleinboden im Zillertal

Das Hammerwerk in Kleinboden im Zillertal

Hinweis: Fotos vom Hammerwerk KleinbodenAls der Naz (Ignaz Stoll) noch Lehrer und Wirt in Pankrazberg war, kamen in seine ber Wirtschaft Berliner. Diese fragten den Naz, wo die Fabrik der Zillertaler Handschuhe sei. Der Naz f sie hinaus aufs Feld und sagte: Sie, da drunten am Fu des Bergerb ist Kleinboden und die drei gro H mit den roten Blechd ist die Handschuhfabrik.“ Hochbefriedigt trugen die Berliner den schweren B aus dem Tale hinaus. Die Zillertaler Handschuhe“ wurden gew ausw gekauft und ausw verhandelt. Die drei Geb dienten nie einem solchen Zwecke, sondern hatten eine viel vornehmere Vergangenheit. Hier war das Hammerwerk, die Erz und Eisengie die Schmelz. Die gotischen Spitzbogenfenster geben ein drei oder vierhundertj Alter an. Die hohen Pappelb erinnern an den Bergsegen, von dem in den guten, alten Zeiten so viele Familien lebten. Bis zum Zusammenbruche nach dem Kriege schm ein gro eiserner Doppeladler die Front des Hauptgeb Als dann die Welt verr wurde und viele Menschen den Doppeladler mehr f als den Teufel, ist er eines Tages verschwunden. Man wei heute noch nicht, wohin.

Uderns Kleinboden Pankrazberg Arzjoch

Zum Hammerwerk geh mehrere H deren Namen sich nach der Besch der m Bewohner richten. war das Beamtenhaus. Das heutige Noalhaus hie Hammermeister, mit vier gro Herden f vier Familien. Die jetzige Schuhfabrik Giehl hie und sp Das Langh hie Glaserh Beim Welschen war das Haus“ Parajumpers Giuly Billig mit drei Herden f drei Familien. Lange Zeit geh auch der in F jetzt neues Doktorhaus, zum Hammerwerk. Die Grafen von F seien mit 80.000 Gulden (?) Kapital am Hammerwerk interessiert gewesen. Nach Staffler betrug der mitgewerkschaftliche Anteil der F Grafen ein Drittel des Ganzen. Der war das Lebensmittelmagazin f die Gewerkschaft. Die Arbeiter, d. h. Schwerarbeiter und Feinarbeiter, bezogen oder fa monatlich ein Star Roggen, ein Star Weizen, zehn Pfund Schmalz und Salz. Die Arbeiter fa die H Im Gasthaus beim in F jetzt war die gesellige Zusammenkunft. Vielleicht geh das Haus auch einmal dem Nat war in Kleinboden f so viele Leute auch eine Kr beim der damals ein pr Gesch machte. Zum Werk geh dann das mit der sch gro Kohlenremise, welche einer Kirche ohne Turm glich. Der bekam kleine St Eisen oder Stahl, welche er austreiben, aush musste, oder machen, wie man sie in der L z. B. f Sensen brauchte. Namentlich f die vielen Nagelschmiede wurde hier das Eisen weil es noch kein Walzeisen gab ). An Stelle der steht jetzt ,das F den offenen Brunnen beim Werke sorgte der Das heutige Brunnerhaus steht an der Stelle eines gro in Rundbogenform gebauten Kohlschermes, dessen Mauern f das neue Haus auch verwendet wurden. Dann gab und gibt es heute noch in Kleinboden einen und und werden wohl auch Arbeiterh gewesen sein. Auch ein gro Bretterscherm geh zum Werke. Dabei war eine Vorrichtung f den Stundenschlag, n eine freih Stahlplatte. Die Platte sei stark ausgeschlagen gewesen, denn der k. k. Nachtw musste flei Dienst machen; die Herren waren sehr streng, besonders der Graf von F Gearbeitet wurde Tag und Nacht. Beim Hammerwerk sei ein Schleifstein gewesen von zwei bis drei Meter Durchmesser. Ein riesiger Blasbalg, der mit Wasser betrieben wurde, sorgte f st Feuer. Es war auch ein hoher und weiter Kamin, welcher oben mit einer gro gl fast wei Kugel aus Blech endete. Diese hohle Kugel hatte unz L aus welchen Rauch und Funken auszogen. Es sei ein einzig sch Anblick gewesen, wenn bei Nacht ganze Strahlen von Funken nach allen Seiten gl Wenn der Graf von F wissen wollte, ob die Leute wohl arbeiten, ritt er in der Nacht bis zum Rischbachl und schaute von dort in dem Kleinboden hinein, ob wohl die Funken spr In den drei gro Geb waren untergebracht die Zimmerei, Dampfgie Schleiferei und Stahlmagazin. Nach Staffler wurden rund 1429 Zentner Stahl j erzeugt. Grobeisen 3265 Zentner. Der Stahl wurde, in Stroh eingemacht, in Bottichen verschickt.

) Nach Staffler d das Streckeisen das Material f die Nagelschmiede gewesen sein. Davon wurden j durchschnittlich 930 Zentner erzeugt.

Anf des Hammerwerks

Wie und wann die Eisengewinnung im Zillertal begann und insbesondere das Eisenwerk in Kleinboden entstand, ist nicht genau festzustellen. Bis ins 16. Jahrhundert liegen (nach Wolfsstrigl Wolfskron Tiroler Erzbergbaue“) nur Nachrichten Bergbau auf Silber, Kupfer und Gold vor, und auch dieser kann nicht sehr bedeutend gewesen sein, weil erst im Jahre 1546 ein eigener Bergrichter f das Zillertal erw ist. Aus 1557 stammt das Zeugnis f den Bestand eines Radwerkes (Eisenhochofens) mit Hammerschlag F Mit diesem kann nur der Finsingbach, also mit dem Eisenwerk das in Kleinboden gemeint sein. Dieses besa im Jahre 1594 bereits zwei d. h. Hoch Wir erfahren weiter, dass es u. a. auch geschmiedete Moncler Weste Verkauf Kanonenkugeln und Harnischblech an das Innsbrucker Zeughaus lieferte und der Hauptlieferant f das Pfannhaus in Hall und die Schwazer Bergwerke war. Die Zillertaler Eisenwerke hatten einen harten Stand; einerseits machte ihnen das an G weit wenn auch kostspieligere Leobener Eisen Konkurrenz, anderseits wurden sie von der Regierung recht stiefm behandelt. Sie waren verpflichtet, f eine gewisse Geldsumme eine bestimmte Menge Schmiedeisen und Stahl nach Schwaz und Hall zu liefern, die Bezahlung seitens der Regierung lie jedoch immer sehr lange auf sich warten, so dass die Werke oft den Arbeitern die L nicht auszahlen konnten, die Samer den Hoch kein Erz mehr zuf wollten und es zeitweise geradezu zur Verweigerung der vorgeschriebenen Lieferungen an das kam. Auch die Versorgung mit Kohle (Holzkohle) und Proviant war mangelhaft und gab h zu dringenden Klagen Anlass. Da war es wohl ein Gl f die Eisenwerke, dass sich im Laufe der Zeit in ihrer N eine lebhafte Privatindustrie entwickelte, die von ihnen den Rohstoff bezog und ihnen die Lebensf bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts sicherte.

Woher wurde das Erz bezogen?

Es war in fr Zeiten auch in der Pfuns, zuhinterst im Finsingtal, ein Bergwerk. Und vor nicht vielen Jahren hat sich wieder eine Gesellschaft daf interessiert. Es wurde hochprozentiges Erz gefunden. Aber die Lieferung aus dieser Entfernung schreckte gr ab. Und die Schwierigkeiten der Zulieferung d der Grund gewesen sein, dass auch das Hammerwerk in Kleinboden am Finsingbach von dort kein Erz mehr bezog. Die kirchlichen Matrikenb nennen die Knappen am Eisenstein. Ungef ein Dutzend Knappen gingen von dieser Gegend in den Eisenstein ). Vom Eisenstein ging ein Fahrweg die Kaunzalm auf das Arzjoch (Erzjoch) ober F Das ist die sogenannte Karrnergasse, auf welcher das Erz in Karren auf den Lagerplatz des Arzjoches gezogen wurde. Auf dem Joche steht heute noch die Knappenkapelle. Auf dem Arzjoch wurde dann das Erz in rohe sauh S mit den Haaren nach ausw gepackt und auf dem die Wildaualm zur Kirche in Pankrazberg gezogen und von dort durch die kurze ins nahegelegene Hammerwerk. Wann die Erzlieferung aufh und die Schmelz nach Jenbach kam, ist mir nicht bekannt. Vor hundert Jahren war das wirtschaftliche Ungl schon l geschehen.

) Die letzten Knappen, welche von Uderns aus nach dem Eisenstein gingen, waren Ignaz Wasserer und Gottlieb Lechner, welche zu Anfang dieses Jahrhunderts starben.

In der feierten die Knappen am Florianstag ihr Fest mit einem feierlichen Gottesdienst. Dabei gingen die Knappen, Arbeiter und Beamten des Hammerwerkes zum Opfer. Jeder opferte ein St Stahl, in Form eines Ziegels fein geschliffen. An diese guten Zeiten erinnert auch das gro sch Knappenbild aus dem 18. Jahrhundert im Presbyterium der Kirche in Uderns mit den Bergwerkspatronen Daniel und Barbara.

Bei der gro Entfernung des Eisenstein von Kleinboden wundert man sich, dass der Staat hierher Schmelze und Hammerwerk baute, nachdem doch der Finsingbach eine Wasserkraft ist, die im Winter sehr oft und lang streikt. Der Bach tut stark Bachbett und Rinnsale sind voll Eis; die Werke m stillstehen. Das fragte nicht danach. Ausgedehnte Waldungen lieferten ihm Holz f Kohle. Das musste ausgen werden. Und schlie lie sich ja mit Flei und Achtsamkeit vieles verhindern und das n Wasser f den Betrieb flie erhalten. Es musste daher getrachtet werden, das Holz im Tale selbst nutzbringend anzulegen. Es wurde auf dem Ziller herausgetriftet bis in die Kohlstatt jenseits des Ziller, Gemeinde Hart. Dort war dann die Kohlbrennerei f das Hammerwerk. Zugleich konnte Kohl“ an die Schmiede verkauft werben, deren es entlang des Finsingbaches mehrere gab. Die Kohlstatt geh dem mit Ausnahme des Tomalonghauses, welches zum F Schloss geh w das f den Kohlmeister und dessen Kanzlei diente. Die Auszahlungen erfolgten in Kleinboden. Die alten Kohlenbrenner hatten eine eigene Pensions und Sterbekasse: die Bruderlade. Das letzte Mitglied war Felix Abendstein, gestorben in Uderns. Nach Auflassung des Hammerwerkes war die Kohlstatt nur mehr Lendplatz. Die Bahn hat aber auch der Holztrift ein Ende gemacht, weil sie verdienen wollte. Der gro Kohlscherm und die Br nach Uderns wurden abgebrochen. Das des Kohlmeisters ist zerfallen. Die Kapelle mit der Kreuzigungsgruppe steht noch, aber sie hat niemand, der sich um sie k die alten Statuen gehen zugrunde.

Der Sch Das sowohl als auch andere Leute mussten Lebensmittel einf und anderes ausf z. B. Stahl. Verkehrsweg war der Ziller, Verkehrsmittel die Fl oder Landungplatz und war der Sch an der Zillerbr unter Finsing. Hier waren die Sch einquartiert, welche, am Ufer gehend, die Sch ziehen mussten. Wo g Wasser war, konnten die Rosse talausw und mitfahren. Der Sch d wohl auch dem geh haben.

Ende und Fortsetzung

Anfangs der Siebzigerjahre stellte das Hammerwerk den Betrieb ein. Arbeiter und Beamte wurden abgebaut oder in H [Anm: heute Bad H verwendet. Die Herrlichkeit in Kleinboden war zu Ende. Ein gewisser Pistorius, genannt Franzose“, kaufte das Werk und hauste auf. Seine Frau hat sogar f Lebensmittel ihren Schmuck als Pfand gegeben. Der Stahl wurde von Jenbach als (ungef meterlange St eingef Auchdas hat das Flo von Jenbach bezogen, seitdem die Schmelz dorthin verlegt war. Das hat sich f das nicht rentiert und f seine Nachfolger auch nicht. Nachfolger des Pistorius war ein gewisser M dann Baron Dreifu dann Schmid von Absam, welcher alle zum Hammerwerke geh H an Private verkaufte. Dann wurde ein elektrisches Werk aus den drei gro Geb gemacht. Das ging auch nicht. Es hat eine Zeit gegeben, wo die drei gro Geb niemand geschenkt m hat, wegen der gro Lasten, die darauf liegen. Verschiedene Besitzer versuchten mit diesen Geb ihr Gl und fanden es nicht. Nun sind sie im Besitz des r Parajumpers Giuly Billig Elektrizit Joh. Larch in Uderns. Schmied und Mechaniker sind in denselben untergebracht. Hammerwerk im kleinen! Erinnerung an die goldenen Zeiten von Kleinboden. Weil im F Kleinboden das H stand, hei die Ortschaft heute noch im Volksmunde den H Heute schaut Kleinboden viel zierlicher und schmucker aus als in jener Zeit. Schlie mag der Vollst halber hierher gesetzt werden, was der Chronist von Uderns, Kaplan Zimmermann, 1827 bis 1836 aufgeschrieben hat. Es hei etwas mehr als zweihundert Jahren bestand im Zillertal ein gro Bergwerk, bei dem es sehr viel zu verdienen gab. Nicht wenige waren im Bergwerk in der Schmelz angestellt und andere lieferten Holz und Kohlen; selbst Kinderh auf der Lend manchen Kreuzer verdient ). Im Verlauf der Zeit kam aber das Bergwerk, wie auch das Hammerwerk nach Pillersee und Haidach, die Schmelz aber nach Jenbach und in Kleinboden blieb nur mehr ein einfaches Hammerwerk zur wie es heute noch besteht. Dadurch entging dem Tal eine sehr wichtige Nahrungsquelle und der eben sonst nicht unfruchtbare Boden ern die durch das Berg und Hammerwerk angewachsene Zahl der Menschen nicht mehr. Ein Teil musste daher sein Brot ausw suchen.“ Es war also tats im Finsingtal ein gro Bergwerk. Daraus erkl sich auch, dass die Seelsorge Uderns rund 250 Seelen mehr hatte als heute. Es gab Verdienst genug.

) Auch oberhalb des Hammerwerkes ist n heute noch wie damals Lent“.

Flei Leute

Die Wassertraft des Finsingbaches, das Hammerwerk, wo Eisen, Erz und Stahl zu haben waren, dann das Brennmaterial nach Bedarf in n N waren im h Grade geeignet, Handel und Gewerbe aufkommen und bl zu lassen. Vom Sch an Moncler Outlet zwanzig Minuten dem Finsingbach entlang waren fast lauter Arbeiterh oder Geb f Eisenindustrie, Stahl und Erzerzeugnisse. Im war eine Nagelschmiede und im Haus daneben die Glockengie des Jakob Alois Dengg, welcher sehr sch wohlklingende Glocken erzeugte, welche leider dem Krieg zum Opfer fielen. An der Finsingbr war der mit einer Huf und Nagelschmiede. Im Uderner Kleinboden waren am rechten Ufer eine Nagelschmiede in der oberen Kohlwies f f Arbeiter, beim Wassergeber f vier Arbeiter und beim Neuschmied (steht heute nicht mehr) am linken Ufer f sechs Arbeiter. Beim (steht nicht mehr) war auch eine Nagelschmiede. Von den Nagelschmieden betreibt ein gewisser Johann H von Bodner in Pankrazberg noch dieses Handwerk drunten in Kramsach. Kohl“ bezogen die Nagelschmiede teils vom teils hatten sie eigene Kohlpl in den Waldlichtungen, z. B. am Seebachboden und im Schlag“ hinter dem Riedberg. Ein sehr eintr Erwerbszweig war dann die Sensenindustrie. Beim Penzen in Kleinboden waren eigentlich drei f 36 Arbeiter. Aber Bauen und wieder Abrei vertrug auch der reiche Sensenschmied nicht. Lange Zeit hatte Penz eine eigene K die Frau konnte zweisp ausfahren. Die andere Sensenschmiede war beim Hackenschmied in Finsing, wo ungef zwanzig Arbeiter besch waren. Von denen ein gewisser Simon Moser in Uderns noch lebt. Die Sensenschmiede hatten, wenigstens in fr Zeiten, jeden Samstag einen Rosenkranz in der Die Sensenindustrie hat ganz aufgeh Vom Penzenwerk steht nur mehr das Wohnhaus und das nicht mehr gut. Die Geschlechter der Sensenschmiede Penz in Kleinboden und Graus beim Hackenschmied sind uralt. Die Penzenschmiede und die Hackenschmiede d ins 16. Jahrhundert zur und so alt sein wie das Hammerwerk. Der letzte Graus war der Hackenschmied Ander, welcher, von der Jenbacher Konkurrenz gedr 1878 oder 1879 mit der Sensenfabrikation aufh Das Werk wurde als Zeugschmiede weitergef auch unter dem neuen Besitzer David Ebster. Auf dem Hause ober der hinteren Haust war das Wappen: zwei gekreuzte Sensen mit der Jahreszahl 1530 (?). Leider wurde dieses Erinnerungszeichen, das f das Haus geschichtlichen Wert gehabt h Der Hackenschmied Ander starb vor wenigen Jahren im Alter von 93 Jahren im Spital zu F wo er sich eingekauft hatte. Der letzte Penzenschmied, Thomas Moncler Jacke Damen Verkauf Penz, hat schon bedeutend fr das alte Sensenwerk stillgelegt und ist nach Frankreich ausgewandert ). Nachdem auch der Penz“ und der auf der Merz und Graus auf der Merz ihre Sensenwerke aufgegeben hatten, triumphierte das Sensenwerk in Jenbach.

) Ein Sensenschmied Thomas Penz von Kleinboden spielte in den Befreiungskriegen Billig Parajumpers Giuly von 1809 gemeinsam mit dem Hauptmann Josef Ebster in der Gemeinde F eine gro Rolle unter dem Major Aschbacher.

Ein kleiner Abstecher in ein Sensenwerk m dieses Kapitel abschlie Au den verschieden gro H welche das Wasser in Bewegung setzt, sehen wir einen Arbeiter beim der Flossen in k St welche gewogen werden. Der Meister besorgt das oder austreiben derselben. Das ist die Hauptarbeit. Dann kommt diese so angefangene Sense an den (Sensengriff). Von diesen drei Arbeiten kann nur der Meister alle drei; die anderen zwei Arbeiter verstehen nur ihren Teil, das andere bleibt f sie Gesch Dann wird die Sense gespitzt, am Handgriff mit dem Firmaabzeichen gebreitet; dann (R geschmiedet), geschlichtet; es folgt was Ausschneiden, Schaben oder Schleifen, H Durchschlagen; dann gehts in die Ausmachkammer und in die Schleiferei. Die grauen Sensen mit Naturfarbe wurden nicht feingeschliffen, sondern in verschiedenen Zeichnungen mit einem kleinen Hammer punktiert.

Ketten und Nadeln

Die F Grafen, welche mit einem riesigen Verm dem Hammerwerk angeschlossen waren, konnten sich das zunutzemachen und hatten eine Ketten und Nadelfabrik. Dort, wo heute in Finsing die gro Larchs steht, stand vor f Jahren noch der alte Kettenzug und Drahtzug und daneben das Tomalonghaus, wo der Meister und Aufseher wohnte. Im Kettenzug waren sechszehn Schmiede besch und vier Drahtzieher. Tomalong Ander und seine zwanzig Untergebenen waren t im Arbeiten, aber sie verstanden es ebenso, den Grafen Fieger hinten und vorn zu Ander machte den Aufpasser. Wenn der Graf kam, spritzten sich alle mit Wasser an, damit ihnen der herabrinnt. War der Graf fort, zog sich der Ander auf seine liebe Ofenbank zu Tomalong zur Im Kettenzug war auch die Schleiferei, wo die Nadeln in einem Fasse silberwei geschliffen wurden. Die Nadeln selbst wurden im sogenannten Drahtzug in F aus dem Draht gemacht, der im Kettenzug gezogen wurde. Vom Drahtzug weg kamen die Nadeln in die im Mittelhof des F Schlosses. Sie wurden mit Knochen und dergleichen in einen Hexenkessel eingestampft und erhitzt. Da entstand einmal ein Brand und hat gestunken, als ob die BilligMoncler Weste H f ein Loch gekriegt h und alle Teufel ausgekommen w Der Graf wurde verhalten, einen Hochkamin zu bauen, was er aber nicht erschwingen konnte. So h die Nadelfabrik auf. Seit etwa f Jahren wird im Kettenzug nicht mehr gearbeitet. Von den Kettenschmieden leben in Uderns noch Johann Berger und Daniel Troppmair. Der junge in Kleinboden, Franz Berger, hat die Arbeit von seinem Vater gelernt und sich in seinem Hause eine kleine Kettenschmiede eingerichtet. Die fertigen Nadeln wurden in B verschickt. Der gegenw Herr Dekan in F fand unter dem Freithofdachl ein solches verrostetes Nadelb Viel Leute viel Mehl

Um das rege Leben am Finsingbach noch besser zu verstehen, sei noch auf andere Werke hingewiesen, deren Lebenskraft das Wasser war. In Finsing und Kleinboden waren wie heute noch zwei S In Finsing zwei M von denen die Hackenschmiedm Moncler Sale eingegangen ist. Im F Kleinboden zwei M im Uderner Kleinboden die Lochm mit sieben G Diese ist vollst verschwunden. Heute kann man sich nur noch wundern, dass einmal schwere Fuhrwerke zu dieser M gelangen konnten und dort umzukehren vermochten. F M Da kann man verstehen, dass in alten H die Kornspeicher gr sind als der Heuboden. Heute ist die Wirtschaft gerade umgekehrt. Finsing und Kleinboden bildeten also das Industrieviertel des Zillertales. Hier war Gl und Segen, Arbeit und Verdienst. Hier war aber auch, wie aus den alten Stiftungen hervorgeht, Religion. An Gottes Segen ist alles gelegen, das war der christliche Grundsatz, der den Leuten lange Zeit rosiges Gl brachte. Es ist ein interessantes Zusammentreffen, dass am Ende des neben der Lochm das den Abschlu macht (jetzt Koppenh J klingende Namen findet man im Zillertal mehrere. Es ist ja sehr wahrscheinlich, dass in den Zeiten, wo im Zillertal noch etwas zu suchen war, die Juden auch etwas holten.

Quelle: Karl Mair, Das Hammerwerk in Kleinboden im Zillertal, in: Tiroler Heimatbl Monatshefte f Geschichte, Natur und Volkskunde, 6. Jahrgang, Heft 2, Februar 1928, S. 41 45 und Heft 3, M 1928, S. 67 70.

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