das Gl und Zukunftforschen des Volkes

das Gl und Zukunftforschen des Volkes

das Gl und Zukunftforschen des Volkes.

Die Zukunft ist dem Menschen verborgen, und es ist eine rein menschliche Neigung das, was die Gottheit ihn verh hat, erforschen zu wollen, obgleich Weise und Dichter aller Zeiten den Menschen gewarnt haben, er m nicht zu schauen, was die G bedecken mit Nacht und Grauen Gleichwohl finden wir den Vorwitz bei fast allen V des Altertums und der Gegenwart. Der Mensch blickt wie G sagt so gern in die Zukunft, weil er das ungef was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille W so gern zu seinen Gunsten heran leiten m

Es ist die eine Thatsache, und weil diese Neigung so tief im Volke wurzelt und so weite Verbreitung hat, d es wol der M wert sein, einige Betrachtungen dar anzustellen und eine Anzahl Belege aus dem Leben des Volkes zu liefern.

Die Gabe oder Kunst der Wei hie bei den Griechen Mantik ( sc. bei den R divinatio. Es gab eine nat und eine k Divination. Als Arten der nat Divination lassen sich unterscheiden: die Eckstase [Ekstase] (Cic div. I, 31), die Tr und die Orakel. Nach Homer kommt der Traum vom Zeus ( Ilias I,63). Dadurch offenbart sich dem Griechen die Gottheit unvermittelt, und er unterwirft diese Offenbarung mitunter kunstgerechter Auslegung.

Ich erinnere hier z. B. an Platons in welchem Sokrates sagt: Es kam mir (im Traume) vor, als ob eine sch Frau auf mich zu kam, mich anrief und mir sagte: Sokrates, m du am dritten Tage in die schollige Phthia gelangen! Die ist eine Parodie der Worte des Achilles (Ilias IX, 363), und Sokrates bezeichnet mit dieser Deutung seines Traumes den Tod als eine R in die Heimat der Helden. Hieher geh auch der Traum, den Xenophon hatte, kurz bevor er zum Anf der 10000 erw wurde (Anabasis III). Ganz im Sinne des Altertums ist auch der Traum, den Schiller in der Br. v. Messina die Isabella ihren S erz l

Traumdeutungen im germanischen Altertum finden wir in der Edda, namentlich im andern Gudrunenliede (Atli’s Tr gedeutet von Gudrun (s. Simrock, Edda 1855, S. 237) und im Atlamal (S. 286).

Auch das deutsche Altertum hatte seine im Sinne von Wahrsager (Grimm Myth. 1098). Traumb haben sich bis auf die neueste Zeit erhalten. Parajumpers Long Bear Ein 1500 in Stra gedrucktes B kn an biblisches an und beginnt: vahet an das b Danielis des u d‘ treum. Ich bin Daniel ein Prophet etc. Die ding alle sind mir geoffnet von got Parajumpers Long Bear Darin hei Canada Goose Herren es z. B. Essich trincken bedeut betr Esel sehen bedeut auflauff, in kertzen sehen bedeut begrepnu ein brinends wachs sehen bedeut fre wider sehen bedeut erdbidem etc.

sind Sch das glaubt bei uns noch nicht jedermann, denn wie viele gibt es, welche in die Lotterie gerade jene Nummern setzen, die sie getr haben. Agricola, der scharfsinnige Ausleger von Sprichw (1529 nach Chr.) sagt in Billig Parajumpers Outlet der Erl zu seind lugen (Nr. 623): sind etwas, aber zuk dinge darau zu erlernen, das ist allein ein gotes gab, der sich niemand leychtlich understeen sol, er habe sie denn Da bei den Traumzahlen die uralte Heiligkeit gewisser Zahlen (vergl. Welcker, griech. G 1, 81) im Spiele gewesen ist, l sich wol vermuthen.

Hieher geh auch:

Ein sch tractat: die art und ursach des traumes, wann ime zeglauben sey oder nit, mit u etc. durch den Doctor Sytz von Parajumpers Sale Billig Marpach, 1515, gedruckt zu Land 4 Ferner Samuelis in Haupts H. altd. Bl 1,215.

Gr Geltung hat sich die andere Art nat Divination verschafft: das Orakel, durch welchen der Rath des Zeus ersp ward. Es gab solcher Anstalten zu Dodona, Olympia und zu Delphi. Die Orakel waren meist Spruch oder Zeichenorakel. Bei letztern wei man aus dem geschlachteten Opferthiere, aus den Bewegungen der Bl der heil. Eiche, aus dem murmeln des Quells etc. Die Zeichendeutung sch den Stoff ihrer Wei aus folgenden Quellen: V Himmelserscheinungen, Vorbedeutungen (Begegnungen, dem mittelalterlichen aneganc Gr. Myth. 1072), Stimmen. Von allem dem werden wir weiter unten Beispiele auch aus unserm Volksleben anf An den griech. Orakelst hatte eine ans Priesterschaft die Auslegung Es ist nat da sich sp bei christlichen V die orakel Einrichtungen anders gestalten musten. Die uralte heidnische Verehrung der Quellen und Fl hinterlie eine Art Kultus, der theils ein christliches Gepr annahm, theils rein heidnisch blieb. Wir brauchen nur nach dem Siveringer Br zu wandern, um zu sehen, da einige Weiber die Deutung der Zeichen haben, und die wie jene Priester, zum Erwerbszweige machen, und daneben einen ganzen Cyclus von Mythen hegen. Die Agnes (S. 17 ff.) hat einzelne Z die an die Nornen erinnern, die wie die griech. Nymphen an Brunnen und Quellen verweilen (Gr. Myth. 387).

Wir haben eine Menge solcher Jungfernbr z. B. bei Reichersberg am Inn in Ober bei Freih in der Oberpfalz, bei Herrieden in Mittelftanken u. a. (s. Panzer, bair. Sagen I. S. 105. 159). Wir finden solche Kultusorte, wie die griechischen Orakel, fast in wasserreichen Gegenden. Da die Zauberkunde haupts alten Weibern eigen ist, hat schon Grimm (Myth. 991) dargethan.

Kommt man Sonntags zum Siveringer Br so findet man eine Schar gl und ungl dort gelagert. Nummernzettel werden verkauft, auf Tischen W auf Nummern, und unter dem mit Denktafeln versehenen Baum sitzt eine Alte und liest in den Planeten. Das erinnert an die Stelle:

Ringsher opferten wir den Unsterblichen dort um den Sprudel,

unter des Moncler Jacken Ahorns Gr wo entsprang das blinkende Wasser.

Ilias II. 303

Und es geschah ein Zeichen: Ein Drache verschlang acht junge Sperlinge und die br Mutter. Das Zeichen hatte ein Gott gesendet.

Das orakelnde Verfahren jener Weiber, die aus dem Namenstage der ihnen zuerst begegnenden auf die Gl schlie ist ganz den Wei des griechischen Sehers Kalchas, der in Aulis den abfahrenden Griechen die Dauer des Krieges voraussagt. In der Ilias II. 326 fg. sagt Kalchas, die erw Erscheinung deutend:

Gleichwie jener die Jungen verzehrt und das Weibchen des Sperlings, acht;

und die neunte war der V br Mutter:

also werden wir dort neun Jahr‘ auch kriegen um Troja,

doch im zehnten die Stadt voll pr Gassen erobern.

Auch im griechischen Altertum finden wir (zu Delphi) eine Zeichendeutung aus W und Lo (vergl. Hermann Altert der Griechen S. 244. 247). Die geh Billig Parajumpers Giuly schon zur k Divination, die auf Beobachtung und Deutung gewisser Zeichen beruhet, welche die Gottheit sendet. Da die noch im Mittelalter vorkam, beweisen die Gottesurtheile [Gottesurteile], Hechsenprozesse [Hexenprozesse] u. a., und da es unter dem Volke noch jetzt zu finden ist, geht aus den Belegen hervor, die wir mittheilen werden. Schon Aristoteles erw der Kunst, aus den Linien der Hand zu weissagen ( das k die Zigeuner noch jetzt.

Ausgebildeter war die k Divination bei den R Wir erinnern nur an die omina, die Moncler Jacke Damen Verkauf sortes, an die haruspices (Opferschauer) und augures (Vogelschauer). Uns interessieren zumeist die sortes oder Lo weil die Germanen sich ebenfalls derselben bedienten. Bei den R wurden eichene St mit eingeschnittenen uralten Buchstaben in dem Tempel der Fortuna aufbewart, durch die Hand eines Knaben gezogen, und darnach die Antwort ertheilt. Die geschah zu Pr und C Bekannt ist die Stelle bei Horaz: Wahllos zieht die Nothwendigkeit das Lo (sortitur) dem hohen wie dem niedern; alle beweget im Raum die Urne (Oden III, 1; ferner II, 4). Noch verwandter mit der germanischen Weise war das Stabwerfen mit Myrikezweigen auf Lesbos (Hermann, Altert. der Griech. ed. Stark 1857 S. 247).

In Asien Wir finden in der h. Schrift bei Osea 4,12 die Andeutung:

Volk fragt sein Holz und sein Stab soll ihm offenbaren (predigen). Nach dem h. Hieronymus geschah bei den Arabern das wahrsagen aus St so: Man nahm drei St oder Pfeile; auf dem einen war geschrieben: Herr, befiehl es; auf dem andern: Herr, verbiete es mir; der dritte war ohne Aufschrift. Sie wurden in einen Sack gethan. Zog man den ersten, so war die Sache genehmigt; kam der zweite, so war sie untersagt; brachte man den dritten heraus, so mischte man von neuem. Nach andern sch man die St auf einer Seite und warf sie in die H (vergl. Herodot IV, 67).

Bei slawischen V finden wir die Lo ebenfalls. Von den Rugianern (auf R erz Helmold in seiner Chronik der Slawen: K steht bei ihnen in Vergleich zum Priester in sehr geringem Ansehen, denn er erforscht die Orakelspr des Gottes (Zwantewit) und den Ausfall der Lo Er h vom Winke der Lo K und Volk aber von seinem Willen ab. (S. 225 in der 19 Lieferung der der deutschen Vorzeit Die Nachricht die Zeichendeuterei und das wahrsagen bei den Germanen haben wir von Tacitus. Diese oft erw Stelle in der Germania cap. 10 lautet: ,

sortesque, ut qui maxime, observant. Sortium consuetudo simplex. Virgam, frugiferae arbori decisam, in surculos amputant, eosque notis quibusdam discretos, super candidam vestem temere ac fortitudo spargunt. Mox, si publice consultatur, sacerdos civitatis, sin privatim, ipse pater familiare, precatus deos, coelumque suspiciens, ter singulos tollit; sublatos, secundum impressam ante notam, interpetatur.

Dieser Beitrag wurde unter Billig veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.